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"Was soll ich bloß mit meinem Leben anstellen?"

Sieben Wege, wie du eine Antwort auf diese Frage findest
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Die Karriereplanungen mancher Menschen sehen aus, als hätten die besten Drehbuchautorenteams Hollywoods drangesessen und ihnen einen roten Faden verpasst. Nie wollten sie etwas anderes werden, als sie geworden sind. Sie haben ihren Traumjob gefunden, von dem sie bereits im Jugendalter träumten – sie sind ihrem Weg unbeirrt gefolgt, schnurstracks, ohne dabei auch nur einmal einen Fuß über den Wegrand hinaus gesetzt oder gar einen Umweg genommen zu haben. Der perfekte Lebenslauf, wie eine Serie oder ein Film auf Fehler oder Schwachstellen geprüft. So perfekt, dass du fast neidisch werden könntest.

Aber die wenigsten Menschen haben bereits ihr ganzes Leben lang einen Karriereplan, dem sie einfach nur folgen müssen. Erinnere dich nur daran, was du früher als Kind einmal werden wolltest – die wenigsten wollen noch bei ihrem Schulabschluss Astronautin, Cowboy oder Indianer werden. Sicherlich, realistischere Wünsche wie Polizistin, Feuerwehrmann oder Ärztin haben sich bei einigen über die Jahre hinweg gehalten, aber häufig gibt es in der Kindheit bzw. Jugend eine längere Phase, in der es keinen wirklich klaren Berufswunsch gibt. Und bei manchen dauert es auch über die ersten Abiturklausuren hinaus, bis sie genauere Vorstellungen von ihrer Zukunft haben. Das ändert sich mit der Entscheidung für ein Studium – eine gewisse Vorstellung, in welche Richtung es für dich später gehen sollte, wirst du nun zwangsläufig haben: Schließlich bringt dir ein Studium der Erziehungswissenschaften wenig, wenn du später einmal Architektin werden möchtest.

Aber ein Studium kann auch alles über den Haufen werfen und nach deiner Abschlussarbeit stellst du fest, eigentlich eine ganz andere Richtung einschlagen zu wollen. Auch wenn es manchmal so wirkt: Die meisten Karrierewege sind gar nicht so geradlinig, wie sie scheinen. Und irgendwann gibt es immer den Moment, an dem du dir die Frage stellst, was du bloß mit deinem Leben anfangen sollst und ärgerlicherweise vielleicht an einem Punkt, an dem du dachtest, eigentlich schon sicher zu sein. Die gute Nachricht ist: Du bist nicht allein. Die noch bessere Nachricht: Wir verraten dir, wie du die Frage für dich beantworten kannst.

1. Sprich mit anderen Menschen

Alles klar, denkst du dir vielleicht, wenn ich mir einer Sache nicht sicher bin, beratschlage ich mich mit Freunden oder Familie. Aber dieser Punkt ist noch profaner: Es geht nicht darum, dir einen Rat zu holen, dir von jemanden sagen zu lassen, worauf du dich bewerben solltest oder dir einen Job geben zu lassen. Egal, ob Freunde, Familie oder lose Bekannte – triff dich ganz ohne Erwartung mit ihnen und führe ein ganz normales Gespräch. Nicht immer kommt viel dabei herum. Du erfährst vielleicht, wie ätzend ihr Job ist oder wie nervig es ist, sich nach Feierabend in eine überfüllte Bahn drücken zu müssen. Aber du wirst überrascht sein, wie viel du über Menschen erfährst, wenn du ihnen gut zuhörst, wie viele Einblicke du in ihre Träume, ihre Motivation, ihre Hoffnungen und ihre Ziele bekommen kannst. Du kannst sehen, wie sie zu den Menschen geworden sind, die sie jetzt sind – und es kann dir dabei helfen, deinen eigenen Weg zu finden.

2. Leg los!

"Womit?", fragst du vielleicht, schließlich weißt du ja nicht so richtig, wo du überhaupt hinwillst. Ganz egal, denn es kann Wunder bewirken, überhaupt etwas zu tun, selbst wenn es nicht das Richtige ist. Überarbeite dein Portfolio, recherchiere nach Jobangeboten oder beginne mit einem Hobby, das du schon immer einmal ausüben wolltest. Absolviere einen Test oder schau, ob es Weiterbildungsmöglichkeiten gibt, die dich schon immer interessiert haben. Es gibt so viele Wege, um deine Karriere in Schwung zu bringen und dafür musst du nicht einmal wissen, was du möchtest. Überhaupt etwas zu tun ist besser als nichts zu tun, denn es besteht immer die Möglichkeit, über etwas zu stolpern, was dich auf den Weg bringt.

3. Lass dich von anderen inspirieren

Du hast bereits im ersten Punkt bei anderen Inspiration gesucht. Aber nicht nur Familie, Freunde und Bekannte sind eine Quelle für Inspiration, auch bekannte Persönlichkeiten wie Politiker, Wissenschaftler oder Künstler können dir als solche dienen. Geh in einem Buchladen oder einer Bibliothek in die Abteilung mit den Autobiografien und suche dir drei aus ganz unterschiedlichen Bereichen heraus. Diese Personen waren nicht schon ihr ganzes Leben lang erfolgreich, sie sind es erst geworden – nutze ihren Weg, um dich für deinen inspirieren zu lassen.

4. Bereite dich darauf vor, dass es etwas länger dauert

In den wenigsten Fällen geht dir sofort auf ein Licht auf: Heureka! Es kommt kein Moment der Erkenntnis, an dem du feststellst, wie du dein Leben leben möchtest und dann lebst du infolgedessen einfach danach. In der Regel ist es ein längerer Prozess, der sich immer wieder durch neue Variablen in die eine oder andere Richtung verschieben kann und nicht selten niemals abgeschlossen ist. Immer wieder wirst du Entscheidungen treffen müssen, die den Weg zu deinem Ziel oder sogar das Ziel selbst verändern. Statt davon auszugehen, dass solche Entscheidungen niemals auftauchen werden, solltest du lieber mit ihnen rechnen und dich über sie freuen, schließlich weißt du nie, was sie dir bringen können.

5. Verlasse deine Komfortzone

Es ist immer schön, sich behaglich in seine Komfortzone zu kuscheln und sich darauf zu konzentrieren, was du schon kannst. Wenn du gerade dein Studium abgeschlossen hast, kommt es dir wahrscheinlich frevelhaft vor, jetzt doch etwas ganz anders zu machen, immerhin hast du viel Zeit in dein Studium gesteckt. Aber warum nicht alles einfach etwas anders ausprobieren? Etwas Neues auszuprobieren erweitert deinen Horizont und nur so wirst du herausfinden, welche Optionen sich noch für dich auftun können. Und vielleicht ergeben sich Möglichkeiten, an die du doch noch gar nicht gedacht hast.

6. Freunde dich mit Misserfolg an

Natürlich sollst du dich nicht damit arrangieren, dass gar nichts mehr in deinem Leben klappt. Aber: Selten klappt alles sofort im ersten Versuch. Es ist ganz normal, zu scheitern oder einen Fehler zu machen, wenn du dich gerade an etwas Neues herangewagt hast. Kein Problem, denn schließlich ist das für dich die Zeit, in der du lernst und herausfinden möchtest, was du mit deinem Leben anfangen möchtest. Dein Misserfolg mag dich ärgern, aber er ist es, der dich wachsen und deine Träume leben lässt. Die Angst vor dem Misserfolg, der Versuch, krampfhaft keine Fehler zu machen, hält dich davon ab, solche schwierige Herausforderungen anzugehen.

7. Erfreue dich am Nichtwissen

Wahrscheinlich kennst du es, weil es den meisten Menschen so geht: Je mehr du dich in ein Thema verbeißt und versuchst, auf Biegen und Brechen eine Lösung zu finden, desto mehr hast du das Gefühl, dass sie unerreichbar, ja, ganz außer Sichtweise gerät. Wenn du es am wenigsten erwartest, an der Supermarktkasse oder mit Freunden in einer Bar, fällt sie dir plötzlich wie Schuppen von den Augen. Druck hilft dir in einigen Situationen weiter, aber eben nicht immer. Ebenso wie vor dem Misserfolg haben viele Menschen Angst davor, ihre Zeit zu verschwenden. Statt sich also von einem Problem oder einem Thema abzuwenden und stattdessen die Zeit zu genießen, vertiefen sie sich immer und immer mehr darin, ohne der Lösung näher zu kommen – im Prinzip das, wovor sie sich fürchten, nämlich verschwendete Zeit. Konzentriere dich also auf weniger wichtige Dinge – du wirst verblüfft sein, wie unvermutet sich Antworten auf deine Fragen und Probleme auftun werden.

Tags: Karriere + Erfolg + Traumjob + Karriere machen + Arbeitplatz

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