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7 Fehler bei Bewerbungsschreiben, die oft von Berufseinsteigern gemacht werden

Und wie man sie vermeidet
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Wenn du zum ersten Mal nach der Uni einen Job suchst, spürst du wahrscheinlich jede Menge Druck, denn du willst so schnell wie möglich etwas Passendes finden. Ganz besonders wichtig ist es, dass du an dieser Stelle dein Bewerbungsschreiben wirklich ernst nimmst. Klar, dein Lebenslauf ist ebenfalls wichtig, aber bedenke Folgendes: Als Berufseinsteiger ähnelt dein Lebenslauf höchstwahrscheinlich dem deiner Mitbewerber. Gerade Stellen, die explizit für Berufseinsteiger ausgeschrieben sind, werden heiß umkämpft. Wie soll also ein Personaler diese ganzen Bewerbungen auseinander halten? Ganz einfach. Sie beziehen die Bewerbungsschreiben in ihre Entscheidung ein.
Berufseinsteiger und Praktikanten machen oft die gleichen Fehler, die ihren Bewerbungen gleich den Rest geben. Hier findest du sieben Beispiele und Tipps, um diese Fehler in deiner Bewerbung zu vermeiden.

Problem Nummer 1: Es ist zu lang

In der Schule oder in der Uni hat man oft für Aufgaben eine Textlänge von 500 Wörtern als Vorgabe bekommen. Ein Bewerbungsschreiben mit 500 Wörtern ist allerdings viel zu lang und nervt den Personalverantwortlichen höchstens.

Die Lösung: Halte es kurz und einfach
Strebe 250 Wörter an. Die meisten Recruiter erachten 250 Wörter als ideal, wobei einige auch die Faustregel „Je kürzer desto besser“ befolgen. Falls dir das zu kurz erscheint, bedenke, dass dein Bewerbungsschreiben im Grunde nur wenig aussagen soll. Es geht um den Job, den du willst, die Gründe, warum du geeignet bist und darum, was du durch deine Persönlichkeit zum Team beisteuerst. Es ist nicht notwendig, deinen Lebenslauf noch einmal herunterzurasseln oder dein eigenes Manifest zu verfassen. Gestalte dein Bewerbungsschreiben kurz und knackig, denn der Personalchef liest duzende Schreiben dieser Art und du möchtest aus der breiten Masse herausstechen.

Problem Nummer 2: Es ist zu formell

Viel zu viele Bewerbungsschreiben enthalten Aussagen wie „durch permanente Qualifizierung den Erfahrungs- und Wissenshorizont erweitern und somit meine berufliche Einsatzmöglichkeit zu variieren, ist meine Prämisse.“
Falls dein Name nicht Shakespeare ist, solltest du von solchen Formulierungen lieber Abstand nehmen. Das Problem ist, dass diese Ausdrucksweise unnatürlich und gestellt klingt. Das schreckt viele Personaler ab. Dein Schreiben wirkt dann so als wärst du keine nahbare Person, mit der man gerne zusammenarbeiten möchte.

Die Lösung: Schreibe natürlich
Verzichte auf Verschnörkelungen. Wenn du anfängst mit „Ich freue mich über die Möglichkeit, mich in Ihrem Unternehmen bewerben zu können“, klingt es einfach aber es erfüllt seinen Zweck. Du wirkst freundlich und aufgeschlossen. Bevor du deine Bewerbung abschickst, lies sie am besten einmal laut vor. Wenn sich eine der Formulierungen komisch anhört, wenn sie aus deinem Mund kommt, dann überdenke sie lieber noch mal.

Problem Nummer 3: Es klingt unaufrichtig

Jeder Karriereberater wird dir raten, deine Bewerbung persönlich zu gestalten. Einfach zu schreiben „Ich fand Ihr Unternehmen schon immer toll.“ reicht dazu nicht aus.

Die Lösung: Zeige anhand von Details, dass du das Unternehmen verstehst
Du wirst zwar etwas Aufwand betreiben müssen, um Informationen über das Unternehmen zu recherchieren, aber es wird sich auszahlen. Zunächst solltest du dir die Homepage des Unternehmens anschauen. Achte auf den Inhalt, die Werbung, das Branding, Unternehmensstrategie und die Unternehmenskultur. Achte besonders auf die jeweilige Abteilung, in der du gegebenenfalls anfangen möchtest. Finde heraus, was das Team macht und wie es das macht. Versuche diese Informationen in dein Bewerbungsschreiben einfließen zu lassen, indem du aufzeigst, wie du dem Team durch deine Erfahrungen helfen kannst. So zeigst du dein Interesse und verkaufst dich dabei auch noch wertvoll.

Problem Nummer 4: Du verkaufst dich unter Wert

Sollte dein Bewerbungsschreiben eine der folgenden Sätze enthalten, lösche sie sofort:
Ich bin wahrscheinlich nicht der qualifizierteste Bewerber.
Ich bin mir sicher, Sie haben viele andere Bewerber, die deutlich qualifizierter sind als ich es bin.
Geben Sie mir eine Chance mich zu beweisen.
Warum sollte ein Personalchef jemanden einstellen, der nicht qualifiziert ist? Das wäre doch absurd.

Die Lösung: Mach aus deinen Schwächen ein Argument für dich
Auch wenn du denkst, du seist nicht qualifiziert genug, trage dies nicht nach außen. Setze dein Pokerface – oder besser noch ein Lächeln – auf und erkläre warum gerade du die richtige Person für den Job bist. Beziehe dich auf Details aus der Stellenanzeige und nenne, welche Fähigkeiten du mitbringst, die zur Aufgabenbewältigung des Teams beitragen können. Beziehe dich auf deine Stärken, nicht auf deine Schwächen.

Problem Nummer 5: Es klingt eigennützig

Die folgende Regel ist besonders wichtig: Es geht nicht nur um dich.
Du solltest auf keinen Fall schreiben, dass der Job ein tolles Sprungbrett für dich und ein Aushängeschild für deinen Lebenslauf sein wird. Personaler wissen das sowieso. Was sie interessiert ist, wie du etwas zum Unternehmen beisteuern kannst.

Die Lösung: Was kannst du für das Unternehmen tun?
Dein Bewerbungsschreiben soll aussagen, was du beitragen kannst, damit das Unternehmen dauerhaft erfolgreich ist. Frage dich selbst, welche Erfahrungen und Qualifikationen du mitbringst, die die Vakanz des Unternehmens sinnvoll füllen können. Wie kannst du deine Expertise einbringen? Welche Ideen hast du, die das Unternehmen vorantreiben?

Problem Nummer 6: Es ist voll von irrelevantem Füllmaterial

Falls du einen Absatz darüber verfasst hast, wie du deine wahre Berufung während eines Auslandaufenthaltes gefunden hast, dann solltest du diesen lieber wieder löschen. Das gleiche gilt für Sätze wie „Ich bin fleißig, effizient und loyal.“ Liste nicht einfach nur positiv klingende Worte auf. Das wirkt nicht überzeugend. Du solltest auch darauf verzichten, deine Religion, Herkunft oder deinen Familienstand zu nennen. Es ist völlig irrelevant für den Job und sorgt höchstens dafür, dass dir mit Vorbehalten begegnet wird.

Die Lösung: Fokussiere dich auf tatsächlich relevante Fähigkeiten
Sprich nur die Erfahrungen an, die im direkten Bezug zu deinen Fähigkeiten stehen, die dir helfen, in dem jeweiligen Job erfolgreich zu sein zu können. Solltest du also während deines Auslandsaufenthaltes eine Fähigkeit erworben haben, wie beispielsweise eine Fremdsprache, dann macht es auch Sinn den Auslandsaufenthalt anzusprechen.
Du solltest auch sicher gehen, dass du dem Recruiter Belege für deine Fähigkeiten gibst, anstatt sie einfach nur aufzuzählen. Für jedes Wort, mit dem du dich selbst beschreibst, solltest du auch ein Beispiel anführen, mit dem du dein Argument untermauerst.
Beispielsweise könntest du darauf verzichten, dich „fleißig“ oder einen „Problemlöser“ zu nennen und stattdessen schreiben:
Ich wusste, dass meine eigene Arbeitsweise effektiver hätte sein können, also habe ich die Initiative ergriffen und neue Dokumente und Checklisten erstellt, um die Arbeitsweise aller Mitarbeiter effektiver zu gestalten. Dadurch konnte das Team Zeit und Ressourcen sparen.“

Problem Nummer 7: Es enthält zu viele Uni-Angelegenheiten

Vier Dinge, die in deinem Bewerbungsschreiben uninteressant sind: der Name deiner Hochschule, deine Abschlussnote, die Kurse, die du belegt hast und das Thema deiner Abschlussarbeit. Du kannst natürlich stolz darauf sein, dass du eine tolle Abschlussnote hast, aber die Note alleine ist noch kein Garant dafür, dass du auch ein guter Mitarbeiter sein wirst.

Die Lösung: Bleibe bei Erfahrungen und Verantwortungen
Schreibe so viel wie möglich darüber, welche Erfahrungen du innerhalb und außerhalb des Studiums gesammelt hast. Du hast vielleicht „nur“ eine 3,2 als Abschlussnote, aber möglicherweise bringst du einmalige Erfahrungen mit, die sonst niemand vorweisen kann.
Erfahrungen sprechen lauter als Noten, denn sie zeigen ob du über die nötigen soft skills verfügst, um ein guter Mitarbeiter zu sein. Projekte zeigen deine Erfahrungen und beweisen auch, dass du gut organisiert bist, im Team arbeiten kannst oder bereit bist, Verantwortung zu übernehmen. Sie zeigen vor allem, dass du bereit warst, dich außerhalb des Studiums zu engagieren.

Wenn du diese sieben Fehler vermeidest, dann wirst du aus der breiten Masse der Jobeinsteiger herausstechen, die sich alle auf denselben Job bewerben. Ein ehrliches, frisches und cleveres Bewerbungsschreiben ist genau das, womit du die Aufmerksamkeit des potentiellen Arbeitgebers auf dich ziehst.

Tags: Bewerbungsschreiben + Bewerbung + Jobsuche + Karrieretipps

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