Menu
Suche

Verpasse nicht den nächsten Post!




|

4 Arten, wie man unangenehme Fragen im Vorstellungsgespräch stellt

Ohne dabei unhöflich zu wirken
karrieretipps_48.jpg

Wie viele Bewerber haben Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen?

Wie groß ist Ihr Budget für diese Stelle?

Warum gibt es überhaupt eine Vakanz in Ihrem Team?


Als Arbeitssuchender brennen dir sicher viele Fragen auf den Nägeln, die du aber nicht stellen kannst, ohne das Gefühl zu haben, unhöflich zu erscheinen.

Oder kannst du das doch?
Wenn dir dein Bauchgefühl sagt, dass eine Frage zu direkt ist, solltest du dieses Gefühl natürlich nicht ignorieren. Ohne dieses Bauchgefühl außer Acht zu lassen, kannst du dich dennoch an diesen Vorschlägen orientieren, um ungestraft mit kritischen Fragen davonzukommen.

1. Gehe vom Besten aus


Oft hat man das Gefühl, dass gewisse Fragen zu unverblümt sind, weil man automatisch davon ausgeht, dass die Antwort darauf auf irgendeine Art und Weise negativ ausfallen könnte. Du fragst dich vielleicht, was mit der Person geschehen ist, die vor dir diesen Job hatte. Da der Job so gut klingt, muss der Chef doch ein Albtraum sein. Sonst wäre diese Stelle gar nicht zu haben, oder?
Wenn du die Thematik von diesem Blickwinkel betrachtest, dann wird die Frage tatsächlich schnell zum sensiblen Thema. Wenn du aber deine Perspektive änderst und stattdessen das Beste annimmst, dann könnte es doch auch sein, dass dein Vorgänger befördert wurde, oder ein neues Tätigkeitsfeld übernommen hat, da die Firma stetig expandiert. Plötzlich fühlt es sich gar nicht mehr so an, als sei die Frage ein wunder Punkt.
Anstatt zu fragen „Was ist mit der Person passiert, die diesen Job bisher gemacht hat?“ versuche lieber, die Frage anders, ein stückweit sachlicher, zu formulieren. Beispielsweise könntest du fragen: „Ist diese Stelle bereits etabliert oder ist es eine neu geschaffene Position?“ Solltest du auf diese Frage keine zufriedenstellende Antwort bekommen, könntest du weiter nachhaken, indem du fragst „Wie ist der typische Karriereverlauf dieser Stelle? Was macht der Vorgänger jetzt?“ Kurz gesagt: das Beste anzunehmen hilft dir dabei, den Tenor der Fragen zu ändern und sie freundlich und interessiert klingen zu lassen.

2. Kümmere dich später um die Rahmenbedingungen


Im Grunde hast du zwei Gelegenheiten, Fragen an den Recruiter zu stellen. Einerseits während des Vorstellungsgespräches, andererseits wenn dir der Job tatsächlich angeboten wird. Während des Vorstellungsgespräches ist es dein großes Ziel, deine Fähigkeiten, deinen Enthusiasmus und deine Passgenauigkeit für diese Position zu zeigen. Auch die Fragen, die du am Ende des Vorstellungsgespräches stellst, sollten immer noch diesem Zweck dienen.
Das bedeutet, du solltest deine Fragen bezüglich des Gehalts oder der Urlaubstage für einen späteren Zeitpunkt aufheben. Diese Informationen bekommst du früher oder später sowieso, oder kannst die Fragen immer noch entspannt stellen, sobald dir das Jobangebot unterbreitet wird. In einigen Fällen ist es sogar ratsam, bestimmte Fragen erst zu stellen, wenn du eine bessere Verhandlungsposition hast, nämlich wenn der lange Bewerbungsprozess vorbei ist und du als der beste Kandidat ausgewählt wurdest. In diesem Moment liegt es nämlich an dir, sich für oder gegen das Unternehmen zu entscheiden. Sobald der Recruiter sich für dich entschieden hat, versucht er natürlich, dich restlos von der Stelle zu überzeugen. Dadurch ändert sich der Ton der Unterhaltung maßgeblich und du hast mehr Freiraum, um schwierige Fragen zu stellen.
Bis es dazu kommt, solltest du deine Fragen ausschließlich dazu nutzen, um dein Interesse an der Stelle und an der Firma zu zeigen. Kümmere dich später um die Rahmenbedingungen.

3. Sei vorbereitet


Vor jedem Vorstellungsgespräch solltest du natürlich deine Hausaufgaben machen und dich intensiv über das Unternehmen informieren, das dich zum Gespräch eingeladen hat. Vielleicht stößt du während der Recherche auf das ein oder andere no go, zum Beispiel in Form von negativen Bewertungen ehemaliger Mitarbeiter. Wie soll man damit umgehen?
Falls du auf fragwürdige Informationen über das Unternehmen stoßen sollest, ist es in der Regel in Ordnung, diese auch anzusprechen. Die Personalabteilung weiß wahrscheinlich sowieso, was da draußen kursiert. Sollten sie es nicht wissen, sind sie vielleicht sogar dankbar, darauf aufmerksam gemacht worden zu sein. Die Tatsache, dass du dich intensiv mit dem Unternehmen beschäftigt hast, zeigt, dass du großes Interesse mitbringst.
Dabei solltest du natürlich nicht mit der Tür ins Haus fallen und sagen „Warum gibt es online so schlechte Bewertungen über Ihr Unternehmen?“ Du solltest stattdessen lieber sagen „Ich habe mich natürlich sehr gefreut, zu diesem Gespräch eingeladen worden zu sein und mich gleich eingehend mit Ihrem Unternehmen beschäftigt. Allerdings habe ich dabei festgestellt, dass einige Bewertungen nicht so positiv waren, wie ich es erwartet hatte. Mit ist natürlich klar, dass jede Geschichte zwei Seiten hat, daher habe ich mich gefragt, ob Sie mir Ihre Unternehmenskultur näher erläutern können.“
Damit zeigst du, dass du intensiv recherchiert hast, wodurch die unangenehme Grundstimmung ausgeglichen wird. Achte nur darauf, dass du deine Frage positiv verpackst und mit deiner Recherche eröffnest und nicht direkt mit der Frage.



4. Vermeide neugierige Fragen


Schlussendlich gibt es immer noch Fragen, die du gar nicht stellen solltest. Wenn die Frage weder dem Zweck dient, dich als attraktiven Kandidaten zu positionieren, noch dabei hilft, herauszufinden, ob die Stelle die richtige für dich ist, warum solltest du sie dann stellen?
Wenn die Antwort darauf lautet „Ich bin nur neugierig“, dann ist dies ein eindeutiger Indikator dafür, dass du die Frage besser nicht stellen solltest. Fragen darüber, wie viele Mitbewerber es gibt, oder ob es auch interne Kandidaten gibt, lassen dich nur so wirken, als wärst du mehr daran interessiert, den Job zu bekommen, als ihn letzten Endes auszuführen. So sehr du dich auch für die Antwort interessierst, diese Fragen auszusprechen hilft dir nicht dabei, deine Stärken und deine Begeisterung für das Unternehmen zu zeigen. Es sieht dann eher so aus, als würdest du nur fragen, weil du bereits zu viele erfolglose Vorstellungsgespräche hattest, und genau das möchtest du vermeiden.
Die Fragen, die du stellst, werden seitens des Recruiters daraufhin analysiert, welchen Fokus du bei deiner Karriereplanung setzt. Setze den Fokus auf wichtige Belange, wie berufliche Entwicklungschancen oder das Wachstum der Firma, und versuche nicht in die Falle zu tappen, Fragen zu stellen, nur um deine Neugier zu befriedigen.

Im Großen und Ganzen ist es eine gute Idee, auf sein Bauchgefühl zu hören, wenn es um Fragen im Vorstellungsgespräch geht, ohne dabei unhöflich wirken zu wollen. Bevor du überhaupt kritische Fragen stellst, überprüfe zunächst drei Dinge. Erstens, finde heraus, warum du diese Frage überhaupt stellen möchtest. Wenn deine Motivation bloße Neugier ist, dann stell die Frage lieber nicht. Zweitens, überprüfe, ob die Frage zeigt, was dir in deinem nächsten Job wichtig ist. Sollte dies der Fall sein, dann gehe einfach vom Besten aus, bevor du die Frage in deinem Kopf ausformulierst. Verlasse dich letztlich auf dein Bauchgefühl und wenn dir die Frage nicht mehr unangenehm ist, stelle sie einfach.

Tags: Karriere + Karrierebibel + Karrieretipps + Vorstellungsgespräch + Traumjob

Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Genaueres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Schließen
Neueste Posts per E-Mail

Verpasse nie wieder den neuesten Blogbeitrag.

Wohin sollen wir dir den neusten Blogbeitrag schicken?

Wir informieren dich in Zukunft unter:

Wir haben dir eine Bestätigungsmail gesendet. Bitte folge den Anweisungen in dieser Mail.

Bestätigungsmail wird gesendet