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10 Tipps, um einen Mentor zu finden

und eine funktionierende Beziehung aufzubauen
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Mentoren beantworten deine Fragen, geben dir wichtige Ratschläge und helfen dir dabei, dich an deinem Arbeitsplatz zu navigieren. Dank der unschätzbaren Lektionen, die dir deine Mentoren erteilen, kommst du hoch hinaus und wirst dich in ein paar Jahren in einer Spitzenposition befinden.

Wenn du eine Mentoren-Beziehung aufbaust, gewinnst du so viel Vertrauen in eine Reihe von Bereichen, einschließlich der Fähigkeit, mit Menschen zu sprechen und um deren Feedback zu bitten.

Unabhängig davon, an welcher Stelle du dich in deiner Karriere befindest – bist du ein Absolvent, ein Junior Manager oder ein schon erfahrener Fachmann? – kann jeder einen Mentor gebrauchen, der einen auf seinem Weg unterstützt. Forschungen haben ergeben, dass Menschen mit Mentoren eher befördert werden, ein höheres Gehalt verdienen und im Allgemeinen mit ihrer Karriere zufriedener sind.

Während die meisten Fachleute der Meinung sind, dass ein Mentor von großem Vorteil ist, wissen nur wenige Menschen - besonders zu Beginn ihrer Karriere -, wie sie einen Mentor finden und sicherstellen können, dass es sich um eine produktive und bedeutungsvolle Beziehung handelt.

Hier findest du 10 wertvolle Tipps, mit denen du herausfinden kannst, wonach du genau suchst, um den richtigen Mentor für dich zu finden und mit diesem eine erfolgreiche Beziehung aufzubauen.

1. Verstehe, was ein Mentor ist - und was nicht

Ein Mentor ist jemand, der als Cheerleader und Führer fungiert, dich ermutigt und dir dabei hilft, herausfordernde Situationen wie einen Jobwechsel oder die Übernahme einer neuen Aufgabe zu meistern. Oft ist dein Mentor jemand, der in derselben Branche wie du beschäftigt ist und/oder in einer ähnlichen Rolle arbeitet. Oder er ist jemand, der genau in der Position/Branche arbeitet, in der du dich in der Zukunft siehst. Dadurch kann er dir dabei helfen, deine Karriere voranzutreiben. Natürlich kannst du dich auch von einem Kollegen beraten lassen, aber ein Mentor ist jemand, der in seiner Karriere mindestens ein oder zwei Level über dir steht und daher über mehr Erfahrung verfügt.

Denke daran, dass sich ein Mentor von einem Sponsor unterscheidet! Ein Mentor beantwortet dir Fragen und bietet seinen Ratschlag an, während ein Sponsor seine Verbindungen nutzt, um sich für einen jüngeren oder weniger erfahrenen Mitarbeiter einzusetzen und aktiv an dessen Karrierewachstum teilzunehmen.

Die meisten Menschen pflegen eine langfristige Eins-zu-Eins-Beziehung zu ihrem Mentor und so stellen auch wir uns das klassische Mentoring vor. Allerdings ist dies nicht die einzige Option. Es gibt viele verschiedene Formen des Mentorings, einschließlich des Peer-Mentoring (du stehst mit jemanden auf der gleiche Ebene) und Gruppen-Mentoring (es gibt keine persönliche Treffen). Mentoring kann auch in kleinen Schritten erfolgen. Beispielweise kannst du jemanden mit einer bestimmten Fähigkeit oder Erfahrung ausfindig machen, den du gerne näher kennenlernen möchtest, um ihn in einer kurzen Sitzung nach seinen Erfahrungen und Ratschlägen zu fragen.

Das traditionelle Einzel-Mentoring ist persönlicher, mit intimen und eingehenden Gesprächen, aber diese Art ist möglicherweise nicht für jede Situation geeignet. Es hängst ganz davon ab, was du brauchst und worauf du hinarbeitest.

2. Führe dir deine Ziele vor Augen

Bevor du überhaupt in Betracht ziehst, jemanden darum zu bitten, dein Mentor zu werden, musst du dir darüber im Klaren sein, was du in dieser Beziehung lernen möchtest. Das Ziel der meisten Mentoring-Beziehungen besteht darin, dir zu helfen, einen Übergang oder eine Hürde zu überwinden oder in einem Arbeitsbereich besser zu werden, indem du mehr Hilfe oder Unterstützung benötigst.

Denke darüber nach, warum du einen Mentor suchst. Bestimme die Lücken in deiner Arbeitsleistung und überlege, was du brauchst, um deine Branche oder deinen Arbeitgeber besser zu verstehen.

Wenn dein Chef beispielweise vorgeschlagen hat, dass du den Bereich der Kundenbetreuung erlernen sollst, überlege dir, welcher deiner Kollegen darin exzellente Arbeit leistet und dir möglicherweise dabei helfen kann, diese Fähigkeit zu erlernen. Oder du wurdest mit der Erstellung eines neuen Marketingplans beauftragt und möchtest jetzt um Rat bitten, ohne direkt auf deinen Chef zurückgreifen zu müssen. Oder du fühlst dich bereit für eine Beförderung oder eine neue Rolle und benötigst eine Anleitung, wie du den nächsten Schritt in deiner Karrieren angehen sollst.

3. Finde die richtigen Leute, um dich zu betreuen

Wenn du herausgefunden hast, bei welchen Fähigkeiten du Hilfe suchst oder welche Fragen du zu deiner Branche hast, schaue dir die Community um dich herum an, einschließlich aller Kollegen und Freunde, um einen potenziellen Mentor zu finden.

Dein Mentor muss keine Führungskraft sein, er kann auch nur wenige Ebenen über dir sein. Tatsächlich hat jemand, der drei bis fünf Jahre mehr Erfahrung hat, möglicherweise mehr praktische und relevante Ratschläge für dich, als jemand, der 20 bis 30 Jahre älter ist und weniger mit den alltäglichen Realitäten deines Arbeitslebens in Kontakt steht.

Wenn du beispielweise ein Ingenieur bist, der eine Führungsrolle übernehmen möchte, kannst du dich an alte Bekannte aus deinem Studium wenden, die bereits weitere Erfahrungen in diesem Gebiet haben. Wenn du ein Einsteiger im Bereich Marketing bist, wende dich an den Social Media Direktor, den du noch aus deinem Praktikum kennst, das du vor einigen Jahren absolviert hast.

Sei aber nicht überrascht, wenn du feststellst, dass diese Person dir nicht in allen Belangen und Bereichen helfen kann. Denke immer daran, dass du auch mehrere Mentoren für die verschiedenen Bereiche haben kannst. Betrachte sie als dein persönliches Beratungsgremium. Dazu können Personen in deinem Unternehmen gehören, die in dieselbe Arbeitskultur wie du eingebettet sind, aber auch Personen außerhalb deines Büros, die als dein Resonanzboden fungieren können.

4. Achte darauf, nach verschiedenen Perspektiven zu suchen

Wenn du nach Mentoren suchst, solltest du darauf achten, dass sie in verschiedenen Bereichen wie Marketing oder Human Resources arbeiten, um auch verschiedene Einblicke und Perspektiven zu erhalten. Ein Mentor mit einer anderen Perspektive kann dir helfen zu verstehen, wie du mit verschiedenen Menschen arbeitest, wie du deine Kommunikationsstile anpasst und wie du kreativer denken kannst.

Es ist auch wichtig, Mentoren mit anderen Weltbildern zu finden. Wenn du wirklich wachsen willst, kann jemand, der sich von dir unterscheidet, dir eine andere Sichtweise geben.

5. Nehme Kontakt auf und baue eine Beziehung auf

Es gibt keine genaue Anleitung dafür, eine Mentoring-Beziehung aufzubauen. Während du Personen ausdrücklich darum bitten kannst, dich zu betreuen, ist nicht jeder so direkt. Die meisten Menschen fühlen sich wohler, wenn sie erst ein lockeres Gespräch mit einem potentiellen Mentor beginnen und schauen, ob sich eine Beziehung organisch entwickeln kann.

Du kannst einen potentiellen Mentor zum Kaffee einladen und mit ihm ein ungezwungenes Gespräch über die Arbeit und einige Herausforderungen führen, denen du gegenüber stehst. (Du kannst während der COVID-19 Pandemie jederzeit ein virtuelles Gespräch führen.) Möglicherweise stellst du fest, dass die Person nicht über die gewünschte Bandbreite verfügt oder auf persönlicher Ebene nicht als Mentor geeignet ist.

Wenn du jemanden fragen möchtest, den du persönlich nicht kennst, ist es immer am besten, einen gegenseitigen Kontakt zu bitten, euch beide bekannt zu machen. Wenn du keinen gemeinsamen Kontakt ausfindig machen kannst, ist es wichtig, eine gemeinsame Basis zu schaffen, wenn du auf diese Person zugehst. Du kannst zum Beispiel erwähnen, dass du an derselben Universität studiert hast, in derselben Branche arbeitest oder derselben Berufsorganisation angehörst.

Erzähle von dir selbst, von deiner Arbeit und warum du dich an diese Person wendest. „Ich wurde gerade zum Marketing Manager befördert und möchte besser auf meine neue Rolle vorbereitet sein. Stört es Sie, wenn ich Ihnen einige Fragen dazu stelle, wie Sie die Führung bei [XYZ] übernehmen und erfolgreich mit verschiedenen Stakeholdern zusammenarbeiten?“

Wenn du einen deiner Kollegen darum bittest, dein Mentor zu werden, kannst du sagen: „Ich bewundere Ihren Arbeitsstil wirklich und möchte mehr darüber erfahren, wie Sie sich auf Besprechungen vorbereiten. Sie haben immer eine Antwort auf jede Frage und wirken immer ruhig.“

Es ist wichtig, dass du dich bei deinem Mentor wohl genug fühlst, um Zweifel an dir selbst und an deiner Arbeit zu offenbaren. Du musst bereit sein, offen, verletzlich und ehrlich zu sein, um über deine Herausforderungen und Schwächen zu sprechen.

6. Sei dir sicher, was du möchtest

Beginne mit deiner ersten Kontaktaufnahme und helfe deinem potentiellen Mentor zu verstehen, worauf du hinarbeitest oder welche Unterstützung du benötigst. Wenn du dir darüber im Klaren bist, was du suchst und warum du glaubst, dass diese Person die richtige ist, kann es sie bei ihrer Entscheidung helfen. Dies gibt dem potentiellen Mentor auch die Möglichkeit zu sagen: „Ich kann Ihnen diese Klarheit möglicherweise nicht geben.“

Wenn du jemanden darum bittest, dich zu betreuen, schreibe dieser Person eine E-Mail mit den Themen, die für dich von Bedeutung sind (persönliche Leidenschaft in die Arbeit einfließen lassen, Erlernen der Büropolitik, etc.) und was du aus einer Mentorensitzung herausholen möchtest. Erstelle einen Plan, damit dein Mentor auf etwas reagieren kann. Es zeigt, dass du es wirklich ernst meinst und stellt sicher, dass die Bemühungen des Mentors nicht umsonst sind.

Du musst nicht zwingend einen formellen schriftlichen Plan senden. Aber du solltest definieren, bei welchem Problem oder bei welchen Fragen du Hilfe benötigst und wie groß der zeitliche Aufwand ist. Zum Beispiel könntest du sagen: „Ich würde gerne 20 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen, um über die Verwaltung eines neuen Mitarbeiters zu sprechen. Kann ich Ihre Sicht auf einige Probleme bekommen, mit denen ich zu kämpfen habe?"

7. Mache es deinem Mentor einfach

Respektiere die Zeit deines Mentors, indem du dich um die Logistik kümmerst – ob dies nun bedeutet, einen Treffpunkt zu finden oder den Zoom-Anruf einzurichten -, damit er einfach auftauchen und seinen Rat geben kann. Sende einen Tag vor dem Meeting eine Agenda oder deine Fragen, damit dein Mentor genügend Zeit hat, darüber nachzudenken, wie er dir am besten helfen kann. Sei auch pünktlich und achte darauf, das Zeitlimit einzuhalten. Und wenn ihr euch persönlich trefft, zahlst du den Kaffee.

8. Höre zu - und zeige, dass du das Feedback schätzt

Wenn dein Mentor dir empfiehlt, eine bestimmte Aktion zu versuchen oder ein gewisses Buch zu lesen, zeigst du, dass du sein Feedback ernst nimmst und seinem Rat folgst. Finde auch eine Möglichkeit später zu reflektieren, was du aus der Besprechung gelernt hast. Wenn du beispielsweise einen Artikel gelesen hast, den du hilfreich fandest, kannst du ihn an deinen Mentor schicken und mitteilen, wie sich dieser Artikel auf ein kürzlich geführtes Gespräch bezieht.

Du kannst ein auch Zoom-Meeting aufzeichnen, um es dir später erneut anzuschauen. Aber frage vorher um Erlaubnis! So kannst du dich während des Meetings auf das Gespräch konzentrieren und dir später Notizen dazu machen, um auch wirklich alle Ratschläge zu berücksichtigen und tiefer über die Ratschläge nachzudenken.

9. Sei dir bewusst, dass sich im Laufe deiner Karriere die Mentoren ändern werden

Es ist unwahrscheinlich, dass derselbe Mentor dich von deiner Einstiegsposition bis an die Spitze begleiten wird. Im Laufe der Zeit werden sich die Personen, die du als Mentoren auswählst, wahrscheinlich ändern, je nachdem, wo du dich auf deinem Weg befindest und was du in diesem Moment am meisten brauchst.

Wenn du beispielsweise auf eine Position in einer höheren Managementebene befördert wurdest, benötigst du möglicherweise Hilfe bei der Entscheidung, an welchen Besprechungen du persönlich teilnehmen musst und an welchen du dich vertreten lassen kannst sowie bei anderen Entscheidungen darüber, was und wie delegiert wird. In einer solchen Situation kannst du dich an einen Direktor in einer anderen Abteilung, der mehr Erfahrung hat, wenden.

Wenn du aufsteigst und den Job (oder sogar die Karriere) wechselst und dich durch verschiedene Fragen, Herausforderungen und Chancen navigierst, kannst du diesen Prozess wiederholen, indem du deine Ziele und die richtigen potentiellen Mentoren findest, Kontakt aufnimmst und Beziehungen aufbaust.

10. Zeige Dankbarkeit

Dein Mentor hat ein persönliches Leben, einen Job und Verantwortlichkeiten. Zeige ihm also deinen Respekt, indem du nicht zu viel seiner Zeit verlangst. Aber höre hier nicht auf.

Finde kleine Wege, um deine Dankbarkeit und Freundlichkeit zu demonstrieren. Es könnte eine handschriftliche Notiz oder eine Karte zu Weihnachten sein. Vielleicht ist sogar einer deiner Kunden eine gute Ressource für deinen Mentor oder dein Abteilungsleiter sucht einen hochrangigen Mitarbeiter und dein Mentor scheint ein guter Kandidat zu sein.

Bleibe auch mit deinen alten Mentoren in Kontakt. Zeige ihnen, dass du sie schätzt, sei es durch eine E-Mail oder einen kurzen Telefonanruf.

Am Ende des Tages möchtest du sicherstellen, dass deine Mentoren wissen, dass du dich genauso um sie kümmerst, wie du erwartest, dass sie sich um dich kümmern.

Tags: Arbeitsplatz + Jobbörse + Karriere + Stellenmarkt + Mentor + Corona

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