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Der richtige Umgang mit konstruktiver Kritik

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Ich habe schon immer Leute beneidet, die konstruktive Kritik gut aufnehmen können.

Es ist nicht einfach negatives Feedback zu akzeptieren, auch wenn es gerechtfertigt ist. Viele Menschen reagieren in einer solchen Situation mit einer Abwehrreaktion und Wut oder – noch schlimmer - mit einem Angriff auf die jeweilige Person. Die Wahrheit ist jedoch, dass wir darüber hinwegkommen müssen. Eigentlich wissen wir, dass konstruktive Kritik von großem Mehrwert sein kann – wie sonst sollen wir unsere Schwächen identifizieren und uns bessern?

Wie schaffst du es, deine defensive Haltung abzulegen? Wenn du das nächste Mal von deinem Chef konstruktive Kritik erhältst, kannst du diese sechs Schritte anwenden, um die Situation entsprechend zu meistern:

1. Unterdrücke deine erste Reaktion

Sobald dir jemand Kritik entgegenbringt, solltest du erst einmal gar nichts machen! Versuche nicht impulsiv darauf zu reagieren. Du wirst schätzungsweise eine Sekunde Zeit haben, um deine erste Reaktion zu unterdrücken. Eine Sekunde ist im Alltag nicht lang, aber du solltest versuchen, deinen Ärger nicht nach außen zu lassen.

2. Bedenke die Vorteile konstruktiver Kritik

Jetzt hast du einige Augenblicke Zeit, um dir den Vorteilen konstruktiver Kritik bewusst zu werden. Durch sie hast du die Möglichkeit, deine Fähigkeiten und deine Produktivität zu verbessern – und die Erwartungen deines Chefs und deiner Kollegen zu erfüllen.
Es kann schwierig sein, Kritik von einem gleichgestellten Kollegen oder von einer Person zu erhalten, die du nicht leiden kannst. Dennoch solltest du daran denken: Jede Art von konstruktiver Kritik, egal von wem sie kommt, kann für dich von Vorteil sein.

3. Sei verständnisvoll

Du hast deine erste typische Reaktion unterdrückt, dein Gehirn arbeitet und du hast dir alle Vorteile des Feedbacks in Erinnerung gerufen – perfekt! Du bist jetzt bereit für einen produktiven Dialog. Höre genau zu, was dir während des Feedbacks mitgeteilt wird. Lasse die Person vollständig ausreden. Danach wiederholst du, was dir gesagt wurde. Zum Beispiel: „ Habe ich richtig verstanden, dass ich …?“

Vermeide an dieser Stelle die Einschätzung der Person zu analysieren oder gar in Frage zu stellen. Stattdessen konzentrierst du dich darauf, seine Kommentare und Ansichten zu verstehen. Und du solltest immer bedenken: Der anderen Person fällt diese Situation mindestens genauso schwer, wie dir.

4. Bedanke dich

Als nächstes (und das ist der schwierigste Teil) solltest du dich bei der Person für die konstruktive Kritik bedanken: „Ich weiß es wirklich zu schätzen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mit mir darüber zu reden.“
Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen, muss nicht gleich bedeuten, dass du mit der Kritik einverstanden bist. Es zeigt aber, dass du die Absichten anerkennst.

5. Stelle Fragen

Nun bist du an der Reihe, dass Feedback zu verarbeiten. Mit Sicherheit möchtest du dir an dieser Stelle mehr Klarheit verschaffen und auch deine Sichtweise teilen. Jedoch solltest du große Debatten vermeiden. Stattdessen stellst du Fragen, um den eigentlichen Problemen auf den Grund zu gehen und mögliche Lösungen zu deren Behebung zu finden.

Wenn dir beispielweise ein Kollege mitteilt, dass du in einer Besprechung ein wenig hitzig geworden bist, hast du folgende Möglichkeiten darauf zu reagieren:

  • Nenne konkrete Gründe, damit das Problem besser verstanden wird: „Ich war ein wenig frustriert, aber können Sie mir mitteilen, an welchem Punkt der Besprechung Sie das Gefühl hatten, ich wäre aufbrausend?“

  • Bestätige das unumstrittene Feedback: „Sie haben Recht, ich bin ein wenig laut geworden, bitte entschuldigen Sie.“

  • Versuche deinem Kollegen zu verdeutlichen, dass es sich nur um einen Einzelfall handelt: „Es tut mir Leid, das war ein Versehen. In anderen Meetings ist es bisher nicht vorgekommen.“

  • Suche nach konkreten Lösungen, um das Feedback zu beantworten: „Haben Sie vielleicht einen Tipps für mich, wie ich dieses Problem in Zukunft vermeiden kann?“

6. Beschäftige dich mit dem Feedback

Nachdem ihr euch über die angesprochen Themen verständigt habt und du dich für das Feedback bedankst hast, kannst du das Gespräch schließen und mit deiner Arbeit fortfahren.

Sollte es sich jedoch um ein Problem größeren Ausmaßes handeln, ist es von Vorteil deinen Chef um ein Folgetreffen zu beten. So kannst du weitere Frage stellen und überlegen, was du in der Sache machen kannst. In der Zwischenzeit hast du die Möglichkeit, das Feedback zu verarbeiten und mit deinen Kollegen die Sachlage zu besprechen und Rat einzuholen.



Konstruktive Kritik ist oft die einzige Möglichkeit, unsere Schwächen anzuerkennen. Nur so bekommen wir die Chance uns zu verbessern. Wenn wir defensiv darauf reagieren, laufen wir Gefahr, wichtige Erkenntnisse zu verpassen, anstatt sie zu akzeptieren. Es ist nicht einfach negatives Feedback zu erhalten, aber genau so schwierig ist es, ein solches zuzugeben, aber es wird uns jetzt und auf lange Sicht helfen.

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