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Gut gemeint ist nicht gut gemacht

Fünf Anzeichen dafür, dass du gerade einen miesen Ratschlag erhalten hast
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Wenn es an etwas nicht mangelt in diesen Tagen, dann ist es Beratung. Vom Podcast, bis zum Ratgeber, vom Guru bis zum Kollegen, der „in dieser Situation schon tausend Mal steckte. Glaub‘ mir Mila, ich weiß genau wie du dich fühlst und mir hat damals folgendes geholfen, hör‘ zu….“. Für egal welches Problem: Youtube, die örtliche Bücherei oder Werbeunterbrechungen deiner Lieblingsserie wissen sicherlich Abhilfe zu schaffen. Aber die Frage ist doch: Wie sinnvoll sind diese Hinweise, Tipps und Tricks?
Ja ich weiß: Die Ratgebenden meinen es doch alle nur gut, hoffen, dass ihr Umfeld von ihren Erfahrungen und ihrer Empfindsamkeit profitieren kann, dann sind sie zumindest nicht umsonst. Doch wer dein Problem nicht versteht, wer nicht verstehen kann, wie du tickst, der wird dir niemals einen guten Rat erteilen können, gut gemeint hin oder her. Nachfolgend aufgeführt sind fünf Anzeichen dafür, dass du die große Weisheit deines Gegenübers lieber ignorieren solltest!

Ist die Person überhaupt qualifiziert?


Wahrscheinlich könntest du jedem Menschen auf dieser Welt dein Problem erläutern und absolut jeder hätte irgendeine Meinung dazu. Das heißt aber noch längst nicht, dass sich diese Meinung in irgendeiner Form als Problemlöser für deinen persönlichen Fall eignen würde. Versteht mein Gegenüber meine Branche oder meinen Job überhaupt? Weiß er wovon ich hier spreche? Wenn dir schon hier Zweifel an dem Gehalt des Hinweises in den Sinn kommen, führe das Gespräch höflich zu Ende, höre zu und ignoriere hinterher den gut gemeinten Rat.
Vorsicht ist allerdings geboten, wenn der Ratschlag von jemandem kommt der nicht unbedingt dein Bestes im Sinn hat. Bedenke hier: Es ist nicht alles Gold, was glänzt! Könnte der Ratgebende einen persönlichen Nutzen aus meiner falschen Entscheidung ziehen? Natürlich kann dir der Kollege, der sich in der gleichen beruflichen Position wie du befindet, ganz vielversprechende Ratschläge erteilen, er kennt deine Arbeit, er macht sie schließlich auch. Doch wittert er die Möglichkeit einer Beförderung, könnte er den Hinweis nutzen, um dich auszustechen.

Der Schuh drückt


Hin und wieder bekommt man einen Ratschlag, bei dem man sich nur innerlich fragen kann, „hat der mir eigentlich zugehört?“. Es tarnt sich zwar als eine auf dich zugeschnittene Aussage, da sie mit Worten wie „Das kenne ich auch…“ oder „Wenn ich du wäre…“ eingeleitet wird, doch was darauf folgt ist eine absolut andere Geschichte. In der Regel will dein Gegenüber einfach nur etwas loswerden, will Zuspruch oder hat absolut keine Empathie. Ignoriere es einfach.
Es gibt aber auch diese Hinweise in extrem persönlichen Entscheidungen, die letztendlich für das ganz eigene Leben nicht zu gebrauchen sind. Ich ertappe mich selbst allzu häufig dabei, dass ich Ratschläge mit den Worten „Ich weiß ganz genau wie du dich fühlst. In exakt der gleichen Situation war ich auch schon.“ einleite. Aber das stimmt natürlich nur in den seltensten Fällen – wenn überhaupt. Das heißt (hoffentlich) nicht, dass all meine Hinweise unbrauchbar sind. Es heißt aber durchaus, dass mein Gegenüber sich gründlich überlegen muss, ob meine Erfahrungen eine ausreichend große Schnittmenge mit seiner eigenen Situation haben. Spätestens in den Momenten, in denen eine persönliche Vorliebe hinzukommt, beispielweise bei der Frage nach dem passenden Job, ist es zwar manchmal nett eine zweite Meinung zu hören, aber die lauteste Stimme sollte hier deine eigene sein.

Ein Ratschlag ist kein Befehl!


Ist der Rat von vorne rein mit Floskeln wie „du solltest“ oder (noch schlimmer) „du musst!“ gefüllt, nimm Abstand! Wer dir einen Ratschlag erteilen will, der sollte zuerst einmal dein Problem genauestens verstehen. Das geht am besten, indem man zuhört und nachfragt und nicht, indem man von vorne herein den Ratsuchenden mit Handlungsvorschlägen oder –befehlen bombardiert. Ganz nebenbei helfen dir die sogenannten Klärungsfragen eines kompetenten Ratgebers, selbst auf die beste Lösung zu kommen und das wäre die wohl größte Hilfe von allen.

Enthält der Ratschlag einen Lösungsweg?


Die ich-würde-an-deiner-Stelle-Ratschläge helfen gar nichts, solange sie nicht auch einen konkreten Lösungsweg vorschlagen. Plagst du dich beispielsweise mit dem Gedanken einen sicheren Job aufzugeben und jemand kontert mit einer Ja/Nein-Antwort, einfach nur aus einem stumpfen Bauchgefühl heraus, wird dich das sicherlich nicht weiterbringen. Hilfreicher ist da schon ein Gegenüber, das dir hilft, die Vor- und Nachteile deiner Situation abzuwägen. Nur so kann er dir helfen, eine Entscheidung zu treffen, die du nicht zu einer unverantwortlichen Höhe von 50% Wahrscheinlichkeit bereuen wirst.

Emotionen helfen hier nicht


Ist der Ratschlag, den du gerade erhalten hast, gefüllt ist mit Emotionen, ist dies ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass dein Gegenüber voreingenommen ist. Aber das ist in der Regel nicht das, was du brauchst, oder? Wonach du suchst, ist die Objektivität, die du selbst nicht haben kannst, weil es eben DEIN Problem ist. Gerade in Momenten, in denen wir Angst haben emotional geleitete Entscheidungen zu treffen, ersuchen wir doch unser Umfeld nach einem Ratschlag. Eine zweite überemotionale Meinung verwirrt in diesen Fällen nur und führt oft zu überhitzten Entscheidungen, die wir eventuell früher oder später bereuen werden.


Wenn deine innere Stimme dir sagt, dass der Hinweis schlecht für dich ist, dann liegt das höchstwahrscheinlich daran, dass der Hinweis schlecht ist. Die Ironie der Geschichte ist nämlich, – und das ist dir sicherlich nicht neu – dass der, der um Rat fragt, in der Regel schon für sich entschieden hat wie er handeln wird. Und warum? Weil du dich besser kennst, als jeder andere Mensch auf dieser Welt. Besser als der Kollege mit dem gleichen Job, besser als jeder Guru, deine Mutter oder dein Partner. Denn letztendlich bist du selbst dein bester Ratgeber!

Tags: Erfolg + Karriere + Arbeitsplatz + Traumjob

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