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9 Fähigkeiten, die du während deines Studiums gelernt hast

- und die Arbeitgeber gerne sehen
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Der Übergang zwischen dem Studium und deinem ersten „richtigen“ Job kann entmutigend sein. Nach so vielen Jahren in einem akademischen Umfeld hast du sogar vielleicht das Gefühl, dass du keine der wertvollen Fähigkeiten besitzt, nach denen die Arbeitgeber wirklich suchen.

Viele Studenten denken so – egal, was sie in ihrem Studium erreicht haben. Die Menschen brauchen ein bisschen Aufmunterung, damit sie verstehen, dass sie für ein entsprechendes Praktikum auch qualifiziert sind. Lass dir also gesagt sein, dass du, unabhängig von deinem Hauptfach, über viele übertragbare Fähigkeiten verfügst, die für Arbeitgeber unglaublich attraktiv sind.
Hier findest du neun Fähigkeiten, die du während deines Studiums gelernt hast – ob du es weißt oder nicht - und die du bei deiner ersten Jobsuche unter Beweis stellen kannst.

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1. Zeitmanagement


Stundenpläne sind oftmals ein komplettes Durcheinander. Der Unterricht beginnt oft sehr früh und endet spät am Abend. Manche Seminare nehmen nur eine Stunde in der Woche ein, andere hingegen mehrere Stunden. Prüfungen, Deadlines und wichtige Abgaben häufen sich. Und Studenten fügen ihrem ohnehin schon hektischen Zeitplan unweigerlich einige außerschulische Aktivitäten oder einen Nebenjob hinzu. Also ja, als jemand, der alle Planungsherausforderungen des Studiums erfolgreich gemeistert und seinen Abschluss geschafft hat, hast du definitiv einige Zeitmanagementfähigkeiten entwickelt.

Deine Zeit zu managen bedeutet, persönliche Fristen für kurz- und langfriste Ziele und Projekte festzulegen, vorauszuplanen, Aufgaben zu priorisieren, einen Kalender effektiv zu nutzen und Aufschübe zu vermeiden. Mit starken Zeitmanagementfähigkeiten wissen Personalchefs, dass du auch in kurzer Zeit viel erledigen kannst.

Eine Möglichkeit, diese Fähigkeit in deinen Bewerbungen zu zeigen, besteht darin, deinen Zeitplan während des Studiums wie folgt hervorzuheben:

„Während des Studiums habe ich im Rahmen meiner Hauptfächer Gesundheitswesen und Soziologie eine umfassende Studie über öffentliche Gesundheit und sozialen Wandel verfasst. Neben dem Studium hat es mir großen Spaß gemacht, Organisationen und Initiativen zu leiten, die meine Interessen widerspiegeln – zum Beispiel, neue Studenten durch ihr erstes Semester zu führen, eine Kunstaustellung der Hochschule zu organisieren und n meiner Arbeit als Stellvertreter einer Studentenorganisation, die sich auf Servicearbeit konzentriert.“

2. Organisation


Viele Menschen, die großartig in der Organisation von Dingen sind, bemerken manchmal nicht einmal ihre tolle Fähigkeit – bis sie jemanden treffen, der sie selbst nicht besitzt. Es gibt viele verschiedene Arten von organisatorischen Fähigkeiten, aber wir wollen uns an dieser Stelle auf die digitale Organisation konzentrieren, bei der es darum geht, Prozesse und Systeme zu schaffen, um Computerdateien und Online-Arbeiten leicht durchsuchbar und zugänglich zu halten.

Als Student hast du deine digitalen Organisationsfähigkeiten entwickelt, indem du mit Abgaben, Gruppenprojekten und Problemstellungen jongliert hast – viele davon musstest du sehr wahrscheinlich auf deinem Laptop erledigen. Auch wenn dein Desktop normalerweise voller Symbole ist, ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem kein Platz mehr vorhanden ist und du deine Dateien woanders ablegen musst. Du hast deine Aufgaben sortiert, um sie rechtzeitig abzugeben, deine Notizen geordnet, damit die für die Abschlussprüfung lernen kannst und Teile von Gruppenprojekten koordiniert und kombiniert, um ein zusammenhängendes fertiges Projekt einzureichen.

Es ist keine große Sache für einen Personaler davon auszugehen, dass du in der Lage sein wirst, den Überblick über deine Arbeit zu behalten, nachdem du deine Erfolgsbilanz bei der Erstellung von Systemen erläutert hast, mit denen du oder andere organisiert geblieben sind. Um die Fähigkeit deiner digitalen Organisation zu zeigen, solltest du deinem Lebenslauf einen ähnlichen Aufzählungspunkt hinzufügen, der sich speziell auf diese Fähigkeit konzentriert:

- Entwicklung eines digitalen Organisationssystems für das Projekt XYZ, welches dem Team ermöglichte, Phasen zu visualisieren und Aufgaben zu verfolgen, um den Projektworkflow und die Effizienz zu optimieren.

3. Präsentieren und öffentliches Reden


Unabhängig von deinem Hauptfach – und möglicherweise trotz aller Bemühungen – musstest du während deines Studium ein oder zwei Präsentationen halten. Nach deinem Abschluss hast du einige Erfahrungen darin, eine Präsentation mit den wichtigsten Punkten, über die du sprechen willst, zusammenzustellen und den besten Weg zu finden, deine Ideen vor einer Gruppe zu artikulieren. Du hast wahrscheinlich auch mindestens einen Diskussionskurs belegt. Das Sprechen in den Seminaren unterscheidet sich nicht wesentlich vom Sprechen in Meetings.

Starke verbale Kommunikationsfähigkeiten sind bei Arbeitgebern immer sehr gefragt. Einige Rollen erfordern sogar eine Vorstellungsgesprächspräsentation als Teil des Einstellungsprozesses. Abgesehen von diesem Szenario kannst du jedoch einige dieser Präsentations- und Redefähigkeiten in deinen Lebenslauf mit einem Aufzählungspunkt wie diesem in deinem Bildungsbereich oder unter einem Projekteintrag angeben:

- Präsentieren der Ergebnisse eines Projektes vor einem Publikum von mehr als 50 Personen, einschließlich Experten

4. Schreiben


Die meisten Universitäten und Hochschulen verlangen wieder unabhängig von deinem Studiengang im ersten Semester einen Schreibkurs, daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass du dein Studium absolvierst, ohne deine Schreibfähigkeiten jedenfalls ein wenig zu verbessern. Tatsächlich musstest du vermutlich in vielen Seminaren Essays oder längere Hausarbeiten schreiben. Diese Verpflichtungen, zusätzlich zu den regelmäßigen E-Mails an Professoren, bedeuten, dass du zum Zeitpunkt deines Abschlusses ziemlich viel Schreiberfahrung gesammelt hast.

Gut zu schreiben bedeutet, dass du in der Lage bist, klar über das geschriebene Wort zu kommunizieren – eine nützliche Fähigkeit, die du auch außerhalb deines Jobs gebrauchen kannst. Niemand möchte zum Beispiel eine Mail lesen, der man nicht folgen kann, daher werden deine Kollegen jemanden zu schätzen wissen, der ein paar klare, prägnante Sätze schreiben kann, die es auf den Punkt bringen. Bei vielen Bewerbungen wird tatsächlich eine Schreibprobe in Form eines Anschreibens verlangt. Auch wenn für die Stelle möglicherweise kein Anschreiben erforderlich ist, aber du diese allgemein wünschenswerte Fähigkeit gerne unter Beweis stellen möchtest, solltest du dennoch eines schreiben – und es gut machen.

5. Teamarbeit


Die „Fähigkeit, im Team zu arbeiten“ taucht in fast allen Stellenbeschreibungen auf, da die meisten Jobs die Zusammenarbeit mit anderen Personen erfordern. Glücklicherweise hast du während deines Studiums viel Erfahrung in der Arbeit mit einem Team gesammelt. Auch Mannschaftssportarten sind ein offensichtliches Beispiel dafür, zudem Gruppenprojekte oder andere außerschulische Aktivitäten.

Teamwork läuft darauf hinaus, mit einer Gruppe von Menschen zusammenzuarbeiten, um etwas besser und schneller zu erledigen. Es erfordert starke Kommunikationsfähigkeiten und die Fähigkeit, Feedback zu geben und anzunehmen. Du musst in der Lage sein, Konflikte einvernehmlich zu lösen und dich auf die erforderlichen Aufgaben zu konzentrieren. Garantiert hast du beim letzten Gruppenprojekt mit jemanden, der nicht mitgezogen hat, etwas über Konfliktlösung und Zielorientierung gelernt, egal ob du oder eine andere Person das Thema direkt angesprochen hat, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Und diese Fähigkeiten werden am Arbeitsplatz zum Tragen kommen.

Eine einfache Möglichkeit, deine Teamfähigkeit in deinem Lebenslauf hervorzuheben, besteht darin, jede Erfahrung zu finden, bei der du in einer Gruppe gearbeitet hast und zu dem Aufzählungspunkt „Mit einem Team zusammengearbeitet, um..." hinzufügen. Wenn der Kern deiner Aufzählung also „Für eine örtliche Wohltätigkeitsorganisation gespendet“ lautete, wäre sie jetzt „Zusammenarbeit mit einem vierköpfigen Team, um Spenden für eine örtliche Wohltätigkeitsorganisation zu sammeln“.

6. Projektmanagement


Du hast vielleicht von Projektmanagement als einem möglichen Karriereweg gehört, aber es ist auch eine Fähigkeit, die im Kern darin besteht, ein Team zu führen, um eine Aufgabe unter Einschränkungen zu erledigen. Mit anderen Worten: Wenn du eine Veranstaltung geplant hast (weil du zum Beispiel Vorsitzender der Studentenvereinigung, Mitglied des Schulball-Komitees oder Orientierungsleiter bist), besitzt du bereits Erfahrungen mit Projektmanagement. Jedes Mal, wenn du ein Budget, eine Frist und/oder einige Personen zum Delegieren hattest, ist das Projektmanagement. Auch große Klassen- oder Abschlussprojekte – ob in einer Gruppe oder Solo – zählen mit ihren vielen verschiedenen Aufgaben zu den Projektmanagement-Erfahrungen.

Wie bei der Teamarbeit wollen Arbeitgeber diese Fähigkeit bei ihren Mitarbeitern, denn zu wissen, wie man das Budget unterschreitet, einen Termin einhält und die richtigen Aufgaben an die richtigen Leute überträgt, wird deinen Kollegen dabei helfen, Dinge effizienter zu erledigen, was letztendlich der Geschäftsführung sehr wichtig ist. Vor diesem Hintergrund kannst du diese Fähigkeiten bei der Beantwortung von Interviewfragen hervorheben.

7. Recherche und kritisches Denken


Recherchieren und kritisches Denken gehen Hand in Hand. Zusammen ermöglichen dir diese Fähigkeiten, Daten zu sammeln, Informationen auszuwerten, Fakten zu analysieren und sich ein Urteil zu bilden. Mitarbeiter mit Recherche- und kritischem Denkvermögen sind in der Lage, evidenz- und datengesteuerte Entscheidungen zu treffen. Personaler wissen, dass Kandidaten mit diesen Fähigkeiten auf lange Sicht wahrscheinlich weniger Aufsicht benötigen, was sie zu attraktiven Kandidaten macht.

Im Studium geht es darum, deine Forschungs- und (kritischen) Denkfähigkeiten zu entwickeln. Jedes deiner Fächer erfordert in irgendeiner Form bestimmte Forschungsprojekte und die Verwendung von Quellen. Beispielsweise musst du möglicherweise in alten Zeitungen und Tagebüchern stöbern, um Quellen für einen Geschichtsaufsatz zu finden oder relevante Artikel in Forschungsjournalen für einen Laborbericht zu finden.

Denke während deiner Jobsuche sorgfältig über deine Forschungserfahrungen nach und ziehe die einzelnen Schritte heraus. Übe, darüber zu sprechen, wie du Daten und Informationen gesammelt, ausgewertet und analysiert hast, um Schlussfolgerungen zu ziehen. Damit bist du bereit, in einem Jobinterview über diese Fähigkeiten zu sprechen.

8. Technische Kompetenz


Irgendwann wirst du während deines Studiums auf eine neue Technologie gestoßen sein, die du schnell anwenden musstest. Vielleicht musstest du ein Poster für eine Veranstaltung in Adobe Illustrator gestalten. Oder du bist in einem Kurs gelandet, der MATLAB für Problemsätze verwendet. Was auch immer es war, du hast deine Aufgabe auf die eine oder andere Weise erledigt. Mit anderen Worten – du verfügst über technische Kenntnisse oder Fähigkeiten, neue Computerprogramme leicht zu erlernen.

Jeder Bereich, jedes Unternehmen und jede Rolle hat seine bestimmten Eigenheiten – einschließlich spezifischer Software oder Plattformen, die du für deine Arbeit benötigst, aber vorher noch nie angewendet hast. Wenn du technisch versiert bist, wirst du schnell eingearbeitet sein, deine Arbeit früh selbstständig erledigen können und damit deinen Anteil zum Team beitragen – das wünscht sich jeder Personalchef.

In einem Vorstellungsgespräch erhältst du normalerweise einige Fragen, die mit „Erzählen Sie mir von einer Zeit, als…“ beginnen und die am besten mit einer Geschichte beantwortet werden. Suche nach einer Gelegenheit, um von einer Zeit zu sprechen, in der du eine neue Technologie schnell gelernt hast, um deine Aufgaben zu erledigen. Und vergiss natürlich nicht, diese Fähigkeit auch in deinen Lebenslauf zu integrieren.

9. Arbeitsmoral


Arbeitsmoral ist ein Soft Skill - die allgemeine Idee dahinter ist, dass du dir Mühe gibst, deine Ziele zu erreichen. Eine Starke Arbeitsmoral bedeutet, dass du Tatkraft, Initiative und Engagement zeigst. Kein Wunder also, dass Arbeitgeber dies bei ihren Mitarbeitern sehen wollen. Und du, ein Hochschulabsolvent, hast Arbeitsmoral! Um den Abschluss deines Studiums zu schaffen, hast du Jahre damit verbracht, Aufsätze zu schreiben, Lehrbücher zu lesen, für Prüfungen zu lernen, dich durch Probleme zu kämpfen, an Diskussionen teilzunehmen und einfach jeden Tag deine Aufgaben zu erledigen.

Wie bei den meisten anderen Soft Skills wird die Arbeitsmoral oft am besten impliziert und nicht direkt in deinen Lebenslauf oder Anschreiben genannt. Ein starker Notendurchschnitt kann auf eine gute Arbeitsmoral hinweisen, ebenso wie Führungsrollen und duale Studiengänge. Das Thema könnte jedoch auch explizit in deinem Bewerbungsgespräch zur Sprache kommen, daher solltest du Beispiele deiner Arbeitsmoral im Hinterkopf haben.

Egal welche Hochschule/Universität oder welche Fächer du besucht hast, mit deinem abgeschlossenen Studium verfügst du über bestimmte Fähigkeiten, die dich zu einem fantastischen Mitarbeiter machen. Keine Panik - mit dem richtigen Rahmen und der richtigen Vorbereitung kannst du den Arbeitgebern zeigen, dass du alles hast, was sie bei einer Einstellung auf Einstiegsniveau suchen.

Tags: Karriere Tricks + Karriere machen + Karrierebibel + Karrieretipps

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