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Die 6 größten Fehler bei Gehaltsverhandlungen für Bewerber

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Du hast die erste Hürde in deinem Bewerbungsprozess gemeistert und wurdest zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen? Gratulation! Damit du den Job schlussendlich aber auch bekommst, solltest du dich gut auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten. Neben den vielen Fragen zu deinen Qualifikationen wirst du nämlich auch eine Gehaltsverhandlung führen. Worauf dabei besonders zu achten ist und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest, erfährst du im folgenden Beitrag.

Fehler Nr. 1: Unvorbereitet sein


Ohne Vorbereitung in ein Bewerbungsgespräch und insbesondere in eine Gehaltsverhandlung zu gehen, ist einer der größten Fehler, den du machen kannst. Denn deine Antworten und dein Auftreten sind entscheidend dafür, wie viel Gehalt du schlussendlich bekommst. Gehst du planlos in das Gespräch, wirst du bei der ein oder anderen Frage wahrscheinlich keine gute Antwort parat haben und das kostet bares Geld.

Dabei sind in der Gehaltsverhandlung gute Argumente unerlässlich für das Erreichen deines Wunschgehalts. Überlege dir also schon vor dem Gespräch, welches Gehalt du dir vorstellst und informiere dich über die branchenübliche Bezahlung. Lege dir zudem die passenden Argumente zurecht, um die gewünschte Bezahlung zu rechtfertigen (z.B. durch deine Berufserfahrung).

Bei deiner Vorbereitung solltest du außerdem Argumente aussortieren, die nicht relevant sind.

Für einen Programmierer ist beispielsweise die Beherrschung von verschiedenen Programmiersprachen eine grundlegende Fähigkeit, die kein höheres Gehalt rechtfertigt. Spezifische Fähigkeiten, die dich von anderen Bewerbern abheben, können jedoch eine gute Begründung sein. Hier musst du je nach Job abwägen, ob die jeweilige Qualifikation ein Mehrwert für die Firma ist.

Fehler Nr. 2: Nicht selbstbewusst auftreten


Trete bei der Gehaltsverhandlung möglichst selbstsicher auf und versuche so wenig Schüchternheit wie möglich auszustrahlen. Bediene dich hier einer selbstbewussten Körpersprache, indem du aufrecht sitzt und Blickkontakt suchst.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist deine Sprache. Versuche Konjunktiv-Sätze so gut es geht zu vermeiden. „Wäre es möglich…“ und ähnliche Phrasen zeugen nicht von Selbstsicherheit – im Gegenteil. Sie lassen dich sehr unsicher und zaghaft wirken und das ist eine schlechte Ausgangslage für eine Gehaltsverhandlung. Formuliere deine Vorstellungen stattdessen klar und aktiv.

Aber Achtung! Ein gespielt selbstbewusstes Auftreten kann unauthentisch wirken, ein zu selbstsicheres Verhalten sogar arrogant. Versuche hier einen Mittelweg zu finden und bleibe stets du selbst.

Fehler Nr. 3: Zu bescheiden sein


Bescheidenheit ist ja bekanntlich eine Tugend. In der Gehaltsverhandlung ist sie jedoch fehl am Platz – du willst deinen potenziellen Arbeitgeber schließlich überzeugen! Nutze deine Stärken, Fähigkeiten und Qualifikationen für deine Argumente und überzeuge damit in der Gehaltsverhandlung.

Wenn dir im Bewerbungsprozess ein Einstiegsgehalt angeboten wird, solltest du außerdem wissen, dass du dieses nicht sofort annehmen musst. Das erste Gehaltsangebot ist immer verhandelbar. Hier kannst du auf jeden Fall etwas mehr verlangen und dich nicht mit der ersten Summe zufriedengeben.

Fehler Nr. 4: Zu wenig Gehalt fordern


Lasse dich bei der Gehaltsverhandlung nicht mit zu wenig Geld abspeisen. Man will natürlich nicht unverschämt sein und zu viel Gehalt verlangen, aber in den allermeisten Fällen kann das Einstiegsgehalt sehr wohl noch verhandelt werden. Schlage am besten eine höhere, aber nicht unrealistisch hohe Summe vor und verhandle mit deinem Gegenüber. Du wirst sehen, dass ein paar Prozent mehr auf jeden Fall drin sind.

Wenn du direkt nach deiner Gehaltsvorstellung gefragt wirst, solltest du auch hier nicht zu niedrig einsteigen. Die genannte Summe wird der potenzielle Arbeitgeber nämlich noch nach unten drücken wollen. Schlage auf dein Wunschgehalt also noch etwas drauf, um die Verhandlung zu starten. Mit etwas Glück einigt ihr euch bei deiner Wunschvorstellung.


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Fehler Nr. 5: Zu viel Geld fordern


So wie zu wenig Gehalt zu fordern ein Fehler sein kann, so trifft das auch auf das Gegenteil zu. Setzt du deinen Gehaltswunsch viel zu hoch an, kann das beim Bewerbungsgespräch arrogant wirken – insbesondere dann, wenn du die hohe Summe nicht plausibel rechtfertigen kannst.

Dein Arbeitgeber kann das durchschnittliche Gehalt für die ausgeschriebene Stelle im Normalfall gut einschätzen. Er weiß deshalb auch, wann du über das Ziel hinausschießt und wann es selbst mit einem beiderseitigen Kompromiss keine Aussicht auf eine Einigung gibt. Wenn du dem Arbeitgeber hier nicht genügend entgegenkommst, dann wird die Bewerbung an diesem Punkt wahrscheinlich scheitern.

Nr. 6: Keine Alternative akzeptieren


Sei dir bewusst, dass du bei einem neuen Job nicht immer mit einem Top-Gehalt einstiegen wirst. Manchmal braucht es ein paar Monate, bis der Arbeitgeber deine Qualitäten zu schätzen weiß und du deine erste Gehaltserhöhung bekommst.

Oft wird dir eine Alternative zum höheren Gehalt angeboten, die für dich womöglich sogar attraktiver ist als ein Spitzengehalt. Eine Option auf Home Office, flexible Arbeitszeiten oder Kostenzuschüsse können gute Alternativen sein.

Fazit


Damit die Gehaltsverhandlungen beim Bewerbungsgespräch nach deinen Vorstellungen verlaufen, bedarf es einer guten Vorbereitung. Informiere dich über die branchenübliche Bezahlung und bereite bereits erste Argumente für deine Gehaltsvorstellung vor. Achte beim Gespräch auf eine selbstbewusste Ausstrahlung und sei nicht zu bescheiden. Mit etwas Geschick wirst du so dein Wunschgehalt erzielen und den Job ergattern.

Tags: Arbeit + Arbeitsplatz + CareerGuide24 + Homeoffice + Karrieretipps + Tricks

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