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8 Tipps zur Körpersprache für dein nächstes Vorstellungsgespräch

- weil sie genauso wichtig ist wie das, was du sagst
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Um deinen Traumjob zu finden, musst du mehrere Schritte anwenden, wie z.B. das Aufpolieren deines Lebenslaufs und das Perfektionieren deines Anschreibens. Wenn du es bis zum Vorstellungsgespräch geschafft hast, klopfe dir ruhig selbst kurz auf die Schulter, aber mache es dir nicht zu bequem. Wie du einen Arbeitgeber ansprichst, geht über das hinaus, was auf dem Papier steht. Deine Arbeitserfahrung mag deinen Ehrgeiz und deine Qualifikationen demonstrieren, aber was sagt deine Körpersprache?

Die Körpersprache ist eine wichtige Form der Kommunikation und es lohnt sich, auf die Botschaft zu achten, die du damit sendest. Während eines Vorstellungsgespräches möchtest du damit nicht nur dein bestes berufliches Selbst, sondern auch deine echte Persönlichkeit zeigen.

Was ist Körpersprache und warum ist sie im Vorstellungsgespräch so wichtig?


Du kommunizierst mit deiner Körpersprache, ohne dabei zu sprechen. Zu diesen nonverbalen Hinweisen gehören deine Körperhaltung und dein Blickkontakt (oder deren Fehlen) sowie auch Fußwackeln, Stift klicken oder andere häufige Aktionen, an die du möglicherweise gerade nicht denkst.

Wir lesen immer gegenseitig die Körpersprache und die Stimme unseres Gesprächspartners, um Hunderte von Urteilen zu treffen. So finden wir heraus, ob wir eine Person mögen, vertrauen und respektieren. Diese vorschnellen Urteile wirken sich stark auf die Entscheidung aus, ob jemand eingestellt wird oder nicht.

Dein Anschreiben und dein Lebenslauf haben dich an diesen Punkt gebracht – jetzt möchtest du deine Erwartungen vollständig erfüllen und hoffentlich übertreffen. Das Ziel ist es, im Vorstellungsgespräch Stärke, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen zu vermitteln, aber nicht auf Kosten einer entspannten und sympathischen Art. Vieles kommt auf das an, was du über deine Worte hinaus ausdrückst.

Die Körpersprache macht 90% unserer Wahrnehmung aus. Wenn du sagst „Ich bin für diese Position hervorragend geeignet“, hängt es davon ab, wie du es sagst. Deine physische und stimmliche Darbietung ist sehr wichtig.
Eine Studie, die sich speziell mit dem Gesichtsverhalten bei Bewerbungsgesprächen befasste, ergab beispielweise, dass Augenkontakt und ein Lächeln besonders wichtig für Arbeitgeber sind. In einer separaten Umfrage sagten Führungskräfte, dass Mimik, Körperhaltung und Händedruck nach dem Blickkontakt zu den aufschlussreichsten nonverbalen Hinweisen während eines Jobinterview gehören.

Gesichtsausdrücke können die am meisten missverstandenen nonverbalen Signale sein. Unsere Gesichter erzählen mehr von der Geschichte als alle deine Worte. Beim Vorstellungsgespräch ist es wichtig darauf zu achten, wie du deine Emotionen beim Sprechen ausdrückst. Konzentriere dich darauf, die Fragen ehrlich, enthusiastisch und mit eigenen Emotionen zu beantworten. Du willst in einem Interview nicht stoisch wirken.

8 Tipps zur Körpersprache für dein nächstes Vorstellungsgespräch


Da Körpersprache so viel kommunizieren kann und Interviewer definitiv aufmerksam sind, solltest du darauf vorbereitet sein, positive nonverbale Hinweise zu geben, wenn du die Fragen beantwortest. Hier sind acht Tipps, die du anwenden kannst, um die richtige Nachricht zu senden.

1. Mache einen soliden ersten Eindruck

Dein Vorstellungsgespräch beginnt, sobald du das Gebäude betrittst. So wie du jeden, den du während deiner Vorstellung triffst (nicht nur den Personalmanager), mit Respekt behandelst, solltest du während des gesamten Gespräches Selbstvertrauen und Ausgeglichenheit ausstrahlen.

Wenn du das Büro betrittst und mit der Empfangsdame, der Assistentin der Geschäftsleitung oder mit wem auch immer in Kontakt trittst, achte auf starken Blickkontakt und stelle dich selbstbewusst vor. Wenn du erst in einen Wartebereich geführt wirst, solltest du es vermeiden, dich direkt in dein Handy zu vertiefen. Diese Art von Körpersprache kann leicht als Langeweile und Desinteresse gedeutet werden. Setze dich stattdessen aufrecht in eine bequeme Position während du wartest.

Wenn du jetzt deinen Gesprächspartner triffst, stehst du auf und stellst dich mit einem warmen, aufrichtigen Lächeln und einem festen Händedruck vor.

2. Denke zweimal darüber nach, ob du deine neuen Schuhe trägst

Unbehagen ist ein weiteres Problem, dass sowohl für dich als auch für deinen Gesprächspartner sehr ablenkend und belastend sein kann. Der Kauf eines schönen Paars neuer Schuhe oder eines Gürtels, der hervorragen zu deinem Blazer passt, mag eine gute Idee sein. Aber wenn du dich in deiner Garderobe unwohl fühlst und nur daran herumzupfst, solltest du stattdessen eine angemessene, aber zuverlässige Option wählen. Wenn du zu viel Aufhebens um deine Kleidung machst, kann das ein falsches Signal aussenden und möglicherweise eher Unbehagen beim Vorstellungsgespräch auslösen.

3. Stelle Blickkontakt her

Blickkontakt ist sehr wichtig, weil er Vertrauen in dich selbst und in deine Antworten demonstriert. In der Praxis solltest du es vermeiden, dich im ganzen Raum umzusehen, auf deine Uhr zu schauen oder überhaupt keinen Blickkontakt herzustellen, da du dadurch ängstlich und abgelenkt erscheinst.

Aber es geht über Selbstvertrauen und Konzentration hinaus. Blickkontakt ist auch die Grundlage für das Knüpfen von Verbindungen und den Aufbau von Beziehungen. Dein Zuhörer wird sich nur dann wirklich mit dir verbunden fühlen, wenn du ihn ansiehst. Ohne ständigen Blickkontakt während des gesamten Gesprächs und insbesondere zu Beginn, unterbrichst du die zwischenmenschliche Verbindung. Letztendlich ist das Jobinterview nur ein Gespräch mit einem anderen Menschen. Baue auf dieser Ebene eine starke Verbindung auf und mache dir damit selbst einen großen Gefallen.

Denke auf der anderen Seite daran, dass die Aufrechterhaltung eines unerschütterlichen Augenkontakts ohne jegliche Veränderung deines Gesichtsausdrucks nur Starren ist und einen Interviewer unangenehm machen oder sogar Feindseligkeit signalisieren kann. Was uns zu diesem nächsten Tipp bringt.

4. Sei reaktionsschnell und höre zu, um zu verstehen

Es ist normal, dem Interviewer alles über dich selbst und deine Leistungen und Erfahrungen zu erzählen, die dich zum perfekten Kandidaten machen. Aber vergiss nicht, empathisch zuzuhören und dich auf das einzulassen, was der Interviewer sagt. Sie werden versuchen, deine zwischenmenschlichen Fähigkeiten zusammen mit deinen Erfahrungen und anderen Qualifikationen einzuschätzen und dein Verhalten, wenn du nicht sprichst, ist ein wichtiger Teil deines Eindrucks.

Das Ziel ist es, aufmerksam und reaktionsschnell zu bleiben. Beuge dich während des Vorstellungsgesprächs leicht nach vorne zu deinem Gesprächspartner. Dies sendet die Botschaft, dass du offen, interessiert und in das Gespräch eingebunden bist. Ein echtes Nicken kann zeigen, dass du zuhörst und deinen Kopf leicht zur Seite neigen kann dir helfen, freundlich und zugänglich zu wirken.

5. Denke an deine Haltung

Die Art und Weise, wie wir unseren Körper halten, erzählt auf unbewusster Ebene viele Geschichten: Ist die Person selbstbewusst und engagiert oder ist sie schüchtern und zurückgezogen? Die Körperhaltung gibt einen ersten Hinweis und beeinflusst die Art und Weise, wie wir gehört werden, unabhängig davon, wie großartig unsere Geschichten sind.

Eine zu lockere Körperhaltung kann sich als Mangel an Energie und Selbstvertrauen ausdrücken. Stelle also sicher, dass du gerade sitzt und deine Schultern nach hinten hältst. Andersrum: Steifigkeit kann leicht mit Nervosität in Verbindung gebracht werden, was Recruiter und Personalmanager auch erwarten. Aber zu steif zu sein kann dazu führen, dass du unwohl oder unfreundlich erscheinst, also versuche, vor deinem Vorstellungsgespräch ein wenig lockerer zu werden.

6. Achte auf deine Hände

Interviewer versuchen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wer du bist, also lass deine Persönlichkeit durchscheinen! Dazu gehört auch, mit den Händen zu sprechen, wenn das für dich selbstverständlich ist. Einige Kandidaten fühlen sich dabei unsicher, aber das Unterdrücken einer solchen Eigenschaft kann tatsächlich zu unnötigem Zappeln führen. Zögere also nicht, deine Hände zu benutzen, um effektiv und aufrichtig zu kommunizieren.

Wenn du gerade nicht sprichst, bringe deine Hände in eine neutrale Position und halte sie still, um nicht unnötig Aufmerksam auf sie zu lenken. Der Beste Platze für deine Hände ist der Tisch vor dir. Dies trägt dazu bei, ein Herumhängen zu verhindern und sie stehen dir bei Bedarf für Gesten zur Verfügung. Wenn du Notizen machst, solltest du den Stift weglegen, wenn du mit dem Schreiben fertig bist.

7. Beende alles mit einem starken Eindruck

Stelle sicher, dass dein Abgang genauso stark ist wie dein Eingang, unabhängig davon, wie das Vorstellungsgespräch deiner Meinung nach verlaufen ist. Wir sind oft unsere eigenen schlimmsten Kritiker und du wirst dir keinen Gefallen tun, deine Enttäuschung zu zeigen, indem du dieser Situation nachgibst oder niedergeschlagen auf deine Füße schaust.

Wiederhole die Schritte ab dem Eingang, einschließlich eines echten Lächeln und eines festen Händedrucks und füge ein „Dankeschön“ für die Zeit des Interviewers hinzu. Stelle deinen Stuhl wieder dorthin, wo du ihn vor Betreten gefunden und schließe die Tür sanft hinter dir.

Wenn der Interviewer dich zum Ausgang oder zur Lobby begleitet, achte darauf, dass du deine Energie aufrechterhältst. Du kannst diese Zeit nutzen, um allgemeine Fragen zu stellen oder relevanten Smalltalk zu führen, je nachdem, was sich am angenehmsten anfühlt. Auch wenn du alleine bist, wenn du auf den Aufzug wartest oder an einer sichtbaren Stelle vorbeigehst, versuche immer, die Fassung zu bewahren, bist du außer Sichtweise bist.

8. Übe!

Es ist völlig in Ordnung, wenn diese Tipps für dich nicht selbstverständlich sind. Nimm dir die Zeit, vor einer anderen Person (oder einem Spiegel) zu stellen und zu üben. Setze dich auf einen Stuhl und finde heraus, welche Position sich am angenehmsten anfühlt. Du kannst die Schritte mit einem Freund durchgehen und ihn um konstruktives Feedback bitten. Vielleicht bemerkt dein Gegenüber, dass deine Augen viel umherwandern oder dass du dazu neigst, mit deinen Händen herumzuspielen, wenn du dich bei einer Antwort unsicher fühlst. Wenn du weißt, dass dein Vorstellungsgespräch remote stattfindet, kannst du zur Probe auch einen Videoanruf durchspielen.

Was ist, wenn es sich um ein Remote-Interview handelt?


Viele Unternehmen setzen zumindest für einen Teil ihrer Einstellungsverfahren auf Videointerviews. COVID-19 hat diese Änderung bei einigen Unternehmen ausgelöst, während andere sie bereits vor der Pandemie umgesetzt hatten.

Für einige Kandidaten lindert ein Videoanruf die Angst, die mit dem Interviewteil des Einstellungsprozesses einhergehen kann. Dennoch kann es die Dinge auch komplizierter machen. Die virtuelle Verbindung kann eine Herausforderung sein, vor allem aufgrund der Tatsache, dass die regelmäßige nonverbale Kommunikation entweder schwer zu sehen ist oder leichter fehlinterpretiert werden kann.

Aber mit ein wenig Vorbereitung kannst du deine Körpersprache immer noch nutzen, um zu kommunizieren, wie gut du für den Job geeignet bist. Deine Körperhaltung ist immer noch wichtig. Stelle daher unbedingt die Stuhlhöhe und den Kamerawinkel richtig ein, damit du aufrecht sitzen kannst. Platziere das Videokonferenzfenster immer direkt neben der Kamera, sodass du direkt hineinschauen kannst, um Augenkontakt zu simulieren. Versuche dabei nicht auf andere Notizen oder Fenster auf deinem Bildschirm zu schauen. Und stelle sicher, dass du alle möglichen Einrichtungs- und technischen Probleme (wie Kamerawinkel, richtige Beleuchtung, Außenlärmschutz) vor deinem Anruf behebst, um die Notwendigkeit von Verschiebungen und Anpassungen während deines Bewerbungsgesprächs zu begrenzen.

Du kannst nicken und lächeln, um zu zeigen, dass du zuhörst. Und habe keine Angst, mit den Händen zu gestikulieren – auch in einem Videointerview. Die Verwendung von Gesten hilft dir dabei, engagiert zu wirken und deinem Publikum, dich besser zu verstehen. Die Kamera sollte nur weit genug von dir entfernt sein, damit keine riesigen Hände den ganzen Bildschirm einnehmen.

Wenn dich das alles jetzt zusätzlich zu dem, an was du sonst noch denken musst, durcheinander bringt, denke immer daran: Nerven sind ein natürlich Teil des Interviewprozesses. Aber du hast es bis hierher geschafft und du hast die nötigen Referenzen und das Know-how. Lass dir und deinem nächsten Job also nicht so etwas wie Körpersprache im Weg stehen.

Tags: Karriere Tricks + Karriere machen + Karrierebibel + Karrieretipps

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