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3 Überzeugungen, von denen du dich freimachen solltest

Nur so wirst du in deiner Karriere glücklich werden
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Als der Frühling vor einigen Tagen auch in Norddeutschland Einzug hielt, die Sonne wie an den wolkenlosen blauen Himmel gepinselt herabschien und für bestes T-Shirt-Wetter sorgte, kam einer unserer Kollegen ins Büro, Sonnenbrille und breites Grinsen im Gesicht und rezitierte zur Begrüßung Hoffmann von Fallersleben:

Seht, wie sich die Lerchen schwingen
In das blaue Himmelszelt!
Wie sie schwirren, wie sie singen
Über uns herab ins Feld!
Alles Leid entflieht auf Erden
Vor des Frühlings Freud' und Lust –
Nun, so soll's auch Frühling werden,
Frühling auch in unsrer Brust!


Die Reaktionen fielen gemischt aus. Die einen waren begeistert, die anderen wussten nichts zu sagen und zwei, drei Kollegen, die die ersten Stunden des Morgens brauchen, bis sie überhaupt ansprechbar sind, zeigten ihm den Vogel und verschwanden unwirsch grummelnd wieder hinter ihren Bildschirmen. "Was ist bloß los mit euch? Es ist Frühling, die Sonne scheint. Was braucht es mehr, um glücklich zu sein?", fragte unser Kollege und verschwand pfeifend in der Küche.
"Nicht auf der Arbeit sitzen zu müssen und stattdessen im Park liegen zu können", war meine unausgesprochene Antwort. Aber stimmte das überhaupt? Hielt mich meine Arbeit davon ab, glücklich zu sein? Oder nur davon, noch glücklicher zu sein, als ich sowieso schon war? Denn meine Arbeit macht mir zweifelsohne Spaß und ich halte mich auch gerne in unserer Redaktion auf: Das Team ist fantastisch, die Aufgaben abwechslungsreich und Kickertisch, X-Box und eine gut gefüllte Obstkiste machen unsere Arbeit auch nicht unbedingt unerträglich. Und falls es drinnen überhaupt nicht mehr auszuhalten ist, setzen wir uns mit Laptop und/oder Notizbuch auf die Terrasse und arbeiten dort.

Vielleicht waren es Frühlingsgefühle oder doch nur die Wärme, die mein Gehirn auf Abwege führte, aber ich dachte darüber nach, ob ich mit meiner Karriere glücklich war. Erfüllte mich meine Arbeit mit Begeisterung? Die Frage ließ sich relativ einfach bejahen. Aber was machte mich so sicher? Ich schweifte immer weiter ab, dachte weiter über die Frage nach. Obwohl ich bei meiner Antwort blieb, kam mir die Frage plötzlich überaus komplex vor. Dazu kommt das zwiespältige Verhältnis, das wir Menschen zu unserem Glück zu haben scheinen – nicht selten erkennen wir erst im Blick zurück einen glücklichen Moment, wenn er bereits verflogen ist. Die Frage, ob du glücklich (mit deiner Karriere) bist, ist – wie gesagt – sehr komplex, weswegen ich nun auf größere Exkurse verzichten und dir lieber mit auf den Weg geben möchte, von welchen Überzeugungen ich mich lösen musste, um mit meiner Karriere glücklich zu sein. Vielleicht dienen sie dir ja als Stein des Anstoßes:

1. "Dieser Job ist viel besser als mein eigener"

Wir vergleichen uns unheimlich gerne. Mit den Kollegen, den besten Freunden, Bekannten, Eltern und Geschwistern, dem neuen Linksaußen im Fußballverein, mit der Band, die zusammen mit deiner eigenen auf dem kleinen Festival spielt, mit dem Fremden auf der Party, mit dem du seit drei Minuten im Gespräch bist. Ein Vergleich, den wir, gefühlt zumindest, nur verlieren können: Der Gitarrist der anderen Band klingt, als ob er locker Jimi Hendrix in die Tasche stecken könnte, der neue Linksaußen hat eine bessere Ballannahme und schießt mehr Tore, dein Gesprächspartner auf der Party hat den cooleren Beruf. Die anderen, so viel steht fest, haben eindeutig und grundsätzlich das bessere Los gezogen! Ich versichere dir, dass das nicht der Wahrheit entspricht. Statt uns bewusst zu werden, was wir haben, sehen wir nur, was der andere hat und wir nicht. Aber es geht nicht darum, was der andere (vermeintlich) schon erreicht hat, das ist nämlich nur eins: kontraproduktiv. Halte den Fokus lieber auf dich gerichtet.

2. Rede dir nicht ein, dein Glück hinge von der einen Sache oder dem einen erreichten Ziel ab

Kommt dir die Suche nach dem Glück manchmal auch wie ein Marathon vor? Nicht einmal mehr 30 Kilometer hast du vor dir, dann hast du es geschafft und die Ziellinie überquert. Hast du die Qual erst einmal überstanden, wartet direkt hinter der Ziellinie auch schon das Glück auf dich. Aber Glück ist kein Ziel, das du irgendwann erreichst und dann für immer behalten darfst.

Erstens weißt du nie genau, ob das Erreichen eines Zieles wirklich dein Glück-o-meter in höchste Höhen schießen lässt, bis du das Ziel wirklich erreicht hast. Vielleicht merkst du, dass dieses Ziel doch nicht das Wahre war. Und sobald du hinter einem bestimmten Ziel einen Haken setzen kannst, nimmt schon bald ein neues Ziel diesen Platz ein. Und das Ganze geht vom Neuen los. Denn wir sind nie lange mit dem Status quo zufrieden.

Also besser keine Ziele mehr setzen? Es ist vollkommen in Ordnung, dir Ziele zu setzen, sie helfen dir entscheidend dabei, voranzukommen. Du solltest dir aber nicht einreden, erst ein bestimmtes Ziel (oder alle!) erreichen zu müssen, bevor du dein Leben und deine Karriere genießen darfst.

3. „Glück ist nur Glück, wenn es zu 100 Prozent und absolut ist"

Es gibt Sonntagabende, da wünscht du dir nicht mehr als eine Verlängerung des Wochenendes um 1-2 Tage. An manchen Morgen musst du dich förmlich aus deinem Bett fräsen lassen, um aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Und hin und wieder ist das E-Mail-Postfach so hoffnungslos verstopft, dass du den Laptop aus dem Fenster werfen, aufstehen und nie wieder zur Firma kommen möchtest. Eine neue Identität, ein anderes Land, ein neues Leben.

Kannst du da wirklich behaupten, glücklich zu sein? Viele Menschen scheinen zu glauben, dass Glück ein durchgängiges, nie abnehmendes, immer anhaltendes Gefühl sein muss, sozusagen am Intensitätslimit. Es ist völlig normal, einen schlechten Tag oder einfach einmal keine Lust auf deine Aufgaben zu haben. Du musst nicht ständig so fröhlich sein, dass du einen spontanen Gute-Laune-Wettbewerb gewinnen könntest.


Befindest du dich nicht an einem der beiden Enden der Glücklich-mit-deinem-Job-Skala – "fürchterlichstes Höllenpfuhl auf der Erde und allen möglichen Parallelerden" auf der einen und "Traumjob, für den ich alles verkaufen würde, was mir in die Finger gerät" auf der anderen Seite –, ist es nicht immer leicht herauszufinden, ob du glücklich bist in deinem Job oder nicht, denn Menschen können manchmal wahre Meister der Selbsttäuschung sein – sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Aber ich bin überzeugt, wenn du dich von den drei obigen Punkten freimachen kannst, wird es dir viel leichter fallen, die Frage zu beantworten, ob du glücklich bist oder nicht. Und notfalls daran zu arbeiten, es zu werden.

Tags: Erfolg + Karriere + Arbeitsplatz + Traumjob + Karrieretipps

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